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Die Kunst des Liebens: Ein tiefgehender Tauchgang mit Erich Fromm
Hey du! Lass uns mal über Erich Fromms Klassiker 'Die Kunst des Liebens' quatschen. Vergiss mal, was du bisher dachtest, was Liebe ist – ein Blitzschlag, die eine Seelenverwandtschaft oder einfach ein schönes Gefühl. Fromm, ein super scharfsinniger Psychologe und Sozialphilosoph, sagt im Grunde: 'Moment mal, das ist viel mehr!' Er argumentiert, dass Lieben eine Kunst ist, genau wie Malen oder Klavierspielen. Und wie jede Kunst braucht sie Können, Wissen, Disziplin und eine ganze Menge Übung. Es ist nichts, in das man passiv hineingezogen wird; es ist etwas, das man aktiv tut. Das hier ist kein reines Wohlfühlbuch; es ist eine ernsthafte, zum Nachdenken anregende Erkundung dessen, was es bedeutet, sich wirklich mit einem anderen Menschen, mit uns selbst und mit der Welt um uns herum zu verbinden. Fromm schrieb Mitte des 20. Jahrhunderts,
Einleitung: Liebe als Kunst, nicht als Gefühl
Fromm beginnt damit, das häufigste Missverständnis über Liebe auszuräumen: dass es nur um Glück, das Finden der richtigen Person oder ein Gefühl geht, das einen entweder trifft oder eben nicht. Er weist darauf hin, wie unsere Gesellschaft uns mit Bildern von romantischer Liebe überschwemmt – in Filmen, Liedern und Werbung –, aber uns selten lehrt, wie man liebt. Wir lernen, wie wir unseren Lebensunterhalt verdienen, wie wir mit Geld umgehen, wie wir im Geschäft erfolgreich sind, aber die grundlegendste menschliche Fähigkeit, die Fähigkeit zu lieben, wird weitgehend dem Zufall und der Intuition überlassen. Fromm nennt das einen 'höchst sonderbaren Widerspruch'. Er stellt die passive, fast zufällige Natur des Sich-Verliebens der aktiven, bewussten Praxis des Liebens gegenüber. Sich zu verlieben, so schlägt er vor, ist oft ein
